Meine 10 größten Hürden als Yoga Anfänger
Als Anfänger ist es eigentlich nie leicht, egal ob man Französisch, Asiatisch Kochen oder Yoga lernt. Jetzt nachdem der erster Yoga-Kurs historischer Bestandteil meiner noch jungen Yoga-Karriere ist, wäre Zeit um von den Schwierigkeiten als Yoga-Einsteiger zu berichten. Was waren die 10 größten Yoga-Hürden für mich?

1. Fremde Begriffe mit ungewisser Bedeutung nicht hinterfragen
Yoga kommt ursprünglich aus dem asiatischen und indischen Raum. Entsprechend werden viele unbekannte Begriffe aus Sanskrit übernommen und von Vielen ganz selbstverständlich verwendet. Vor allem für Körperhaltungen kann dies am Anfang extrem verwirrend sein. Ich habe mich immer gewundert, warum ein Yoga-Lehrer immer “Samasti” am Ende einer Einheit murmelte. Irgendwann fand ich heraus, dass es erstens falsch war (es heißt Samasthiti) und zweitens was es bedeutet. Aber auch solche vorher schon bekannten Begriffe wie Pranayama, Asana, OM und Mantra müssen meiner Meinung nach hinterfragt und inhaltlich verstanden werden.
2. Widersprüche der Yoga-Welt nicht akzeptieren
Als ich mich das erste mal in einem Yoga-Onlineportal anmeldete, sollte ich die Frage nach meinem Guru beantworten. Bis zum heutigen Tag weiß ich nicht, was ein Guru sein soll und zu was ich einen brauche. Redet man mit fünf Yoga-Lehrern über bestimmte Yoga-Themen, hat man mindestens fünf verschiedene Meinungen dazu.
Auf dem Onlineportal sollte ich auch mein Lieblings-Asana nennen, obwohl ich gelernt habe, sowas nicht haben zu dürfen, da alle Übungen gleich wichtig zu sein haben. Also scheint die Yoga-Szene voll zu sein von Widersprüchen, Interpretationen und Halbwahrheiten. Damit muss man umgehen können.
3. Entscheidung für einen Yoga Stil unbewusst fällen
Sehr schnell lernt man, dass Yoga nicht gleich Yoga ist. Genauso wenig wie Tanzen gleich Tanzen ist. Vergleichbar mit unzähligen Tanzstilen gibt es dutzende Spezial- und Unterarten von Yoga. Jede Yoga-Art behauptet unterschwellig von sich “die Beste” und “das echte Yoga” zu sein. Richtig ist, dass ich mich durch äußere Zwänge schon frühzeitig für einen Yoga-Stil entscheiden muss. Habe ich mich am Anfang z.B. für Kundalini-Yoga entschieden und es gefällt mir nicht, benötigt es viel Motivation, um einen anderen Yoga-Stil auszuprobieren.
4. Auf Yoga-Grundlagen verzichten
Meine Entscheidung, mit dem sehr athletischen Ashtanga-Yoga anzufangen, erwies sich sehr schnell als falsch. Zumahl in einem einwöchigen Crash-Kurs. Männlicher Ehrgeiz und gnadenlose Selbstüberschätzung sind bei Yoga definitiv falsch am Platz. Trotz eines relativ sportlichen Körpers stellte ich durch Ashtanga-Yoga sehr schnell fest, dass auch mein Körper nicht aus Gummi besteht.
Um die Grundlagen zu lernen, wären vorher einige “normale” Yoga-Stunden notwendig gewesen. Im Sivananda lernt man z.B. die 12 Grundhaltungen, welche den Körper auf die kommenden größeren Aufgaben vorbereitet.
5. Die Bedeutung von Yoga nicht verstehen
Als ich versuchte mir erste Informationen über Yoga anzueignen, surfte ich viel im Web. Auf der einen Webseite ging es um Atmung, auf der nächsten um irgendeinen Guru, auf der übernächsten um Meditation, Erleuchtung und Spiritualität. Das passte zunächst gar nicht zu den sportlichen Körpern und den athletischen Haltungen auf den Fotos. Erst nach einer Weile begriff ich, dass Yoga viel mehr ist als nur den Körper in Form zu bringen. Genau der Eindruck muss aber zwangsläufig enstehen, da man Geist, Seele und Lebenseinstellung nicht vor einem effektvollen Sonnenuntergang fotografieren kann.
6.Yoga als Frauensache abtun
Die meisten Berichte über Yoga erscheinen in Frauenzeitschriften. Viele Webseiten zu Yoga sind optisch auf Zielgruppe Frau getrimmt. Mein Yoga-Studio führt Sitzkissen und Yoga-Matten der Farbe Rosa. Klar, dass Mann dadurch eine anspruchsvolle Einstiegshürde überwinden muss. Dies führt zwangsläufig zu einem durchschnittlichen Verhältnis von circa einem Mann und zehn Frauen pro Kurs. Zugegeben, war dies zwar keine Hürde für mich aber ungewohnt war es schon.
7. Auf Produkte für den Mann verzichten
Wie oben schon erwähnt macht ein Mann keine Yoga-Übungen auf einer rosafarbenen Matte. Das Widerstreben scheint genetisch einprogrammiert. Ein Mann braucht eine pechschwarze, 3kg schwere Yoga-Matte mit dem passenden Namen Warrior Power oder Hero. Doch für den Mann gemachte Yoga-Produkte sind noch sehr rar. Vermutlich ist erst dann der Durchbruch erreicht, wenn Tchibo die halbjährlich erscheinende Yoga-Kollektion um ein paar Yoga-Klamotten für den Herrn ergänzt.
8. Bei der ersten Stunde unwohl fühlen
Ein bischen ist es wie am ersten Schultag. Man kennt weder die Mitschüler noch den Lehrer, entsprechend ungewohnt ist die Situation in den ersten Stunden. Immer wollte ich wissen, was die Anderen gerade machen, öffnete die Augen, drehte den Kopf und wollte immer einen Kommentar abgeben. Erwartungsgemäß legt sich der Drang schon nach kurzer Zeit und es zählt nur noch eines: DU.
9. Durch Leitfiguren verleiten lassen
Gute Yoga-Angebote scheinen im deutschsprachigen Web noch nicht sehr verbreitet zu sein. Das führt dazu, dass wenige Anbieter, die es verstehen das Medium Web zu nutzen, übermächtig erscheinen. Subjektiv geprägte Botschaften erscheinen auf jedem Portal, hinter jeder URL und können so leicht einen falschen Eindruck erwecken. Diese Omnipräsenz einzelner Yoga-Zentren hinterlässt zumindest bei mir als Anfänger einen faden Beigeschmack.
10. Den schnellen Erfolg suchen
Geduld, Disziplin und Ausdauer sind auch bei Yoga notwendig. Wer glaubt nach zwei Yoga-Stunden einen kräftigeren Körper zu haben irrt. Zwar fühle ich mich nach ca. 20 Yoga-Stunden flexibler und geschmeidiger, bis ich aber Applaus für meine Haltungen erhalte, werden noch ein paar Stunden notwendig sein. Analog verhält es sich mit mit Meditations- und Konzentrationsübungen. Auch hier sind Fortschritte merklich, doch auch hier gilt: Es ist ein ständiger Übungsprozess, der vermutlich das ganze Leben andauern wird. Yoga ist kein Endzustand, den man nach ein paar Stunden erreicht oder irgendwann mal kann, sowie beim Tanzen. Neulich habe ich den Satz gehört: “Yoga ist das Leben”.
Kannst Du dich noch an Deine größten Hemmnisse erinnern? Berührungsängste, Probleme und Fehler? Ging es Dir nicht ähnlich wie mir?

guter artikel.
wobei rosa-matten schon arg prinzessin lillifee und barbie-mässig sind. stell doch mal dein yoga-studio vor…
nun würde mich als fazit noch interessieren, ob und wie du über diese hürden drüber gekommen bist. die power-warrior-matte scheint ja einen guten eindruck auf dich zu machen
Hallo Alexander,
um ehrlich zu sein, ein paar Hürden habe ich gerissen andere kann ich nur schwer beeinflussen.
Über mein Yoga-Studio http://www.yoga-auszeit.de lasse ich sonst absolut nichts kommen. Ich bin sehr begeistert und es ist absolut empfehlenswert. Bei den rosafarbenen Matten arbeite ich strategisch auf verschiedenen Ebenen.
Zuallererst müssen männliche Yogis für eine Art Yoga-Etikette sensibilisiert werden. Es gibt Dinge die gehören sich einfach nicht. Zur Etikette zählt zur Yoga-Stunde pünktlich zu sein, während der Stunde nicht zu pupsen und Übungen mit geschlechtsspezifischen Geräten durchzuführen. Die Warrior-Power Matte ist in der Tat das ultimative “Samurai-Schwert” für den puristisch veranlagten Yoga-Macho.
Das Thema “Männer und Yoga” ist bei den wenigen mir bekannten Studio-Betreibern bzw. Lehrern aus der Fragestellung “Was braucht ein Mann?” und “Wieso interessiert sich eigentlich kein Kerl für Yoga?” noch völlig unterentwickelt. Das wird beim Thema Gong und Meditation nicht anders sein.
Gruss, Mario
Hallo Mario, gerade als Du auf meinem Blog einen Kommentar hinterlassen hast, war ich auf Deiner Seite und habe Deinen „Yoga-Hürden-Lauf“ gelesen. Ich bin beeindruckt, wie Du deine Yoga-Erfahrungen zusammenstellst. Damit gibst Du Deinen Lesern viele nützliche Hinweise.
Meine Erfahrungen sind ähnlich wie Deine und erst nach vielen Jahren eigener Yogapraxis wird einem das Yoga-Gesamtbild deutlich. Ich habe für mich erkannt, dass wir im Yoga unsere bisherige Denkweise über Bord werfen sollten und uns einfach dem Yoga hingeben. Meine persönlichen „Hürden“ und Erfahrungen sind AUCH:
1. Ich habe immer vermieden, mir durch Yoga einen neuen Druck aufzubauen. So habe ich doch auch kleine Yogapausen gehabt, obwohl viele behaupten, eine tägliche Yogapraxis müsse sein. Ein MUSS gibt es im Yoga nicht.
2. Yoga ist eine indische – jahrtausend alte Tradition und das sollte wir auch würdigen. Deshalb gibt es für mich keine „Leberpresse“ sondern ein „apanasana“ oder eine Kniekusshaltung ist eben „Janur shirsasana“… Es ist nicht wichtig, die Sanskritbegriffe zu kennen, um Yoga zu üben, dennoch sollte wir in der Tradition bleiben, finde ich.
3. Und ich finde es auch gut, verschiedene Stil auszuprobieren und Erfahrungen zusammeln. Viele Yogalehrer lehnen das ab, damit man bei einer Sache bleibt. Eine Yoga-Weitblick ist am Anfang gut um dann – irgendwann- seinen eigenen persönlichen Weg zu finden.
Patanjali (der Verfasser der Yogasutren), hat bereits vor über 2.000 Jahren über die Hindernisse auf dem Yogaweg geschrieben. Er nennt zum Beispiel Krankheit, Zweifel und Unentschlossenheit als Hindernisse auf dem Yogaweg. Patanjali beschreibt aber auch, wie wir die Hürden im Yoga meistern können.
Das wichtigste ist für mich, das DRAN-BLEIBEN am Yoga.
Namaste’ – bis später!
Hallo Mario, dein Artikel hat mir sehr gut gefallen und ich kann behaupten, dass ich ähnliche Fragen bzw. Gedanken hatte. Zwei Dinge sind mir bei Deinem Artikel besonders ins Auge gesprungen. Ein Thema ist die Quantität von Frauen und Männern. Manchmal dachte oder denke ich, mit mir stimmt was nicht, wenn ich dann alleine zwischen einer großen Frauengruppe saß. In jeder Stunde erlebe ich es, dass wesentlich mehr Frauen Yoga praktizieren als Männer.
Die Frage der Yogamatte stellte sich mir nicht, da ich mir frühzeitig eine eigene Matte zugelegt habe, natürlich eine Matte für Ashtanga Yoga. Ob es eine Warrior Power ist, weiß ich nicht, jedenfalls ist sie dick, schwer und schwarz. Diese Matte habe ich mir zwangsläufig zugelegt, weil ich mit Ashtanga Yoga begonnen habe. Ich habe aber auch eine gelbe, dünne und leichte Matte, warum? siehe nachfolgend.
So bin ich bei dem zweiten Ding, was mir an Deinem Artikel aufgefallen ist. Ich praktiziere mittlerweile zwei Stile, das sind Ashtanga Yoga und Hatha Yoga nach Sivananda. Ich finde auch, wer mit Ashtanga Yoga beginnt, sollte schon einige Stunden Hatha Yoga hinter sich haben, da es sonst schnell zu Frustrationen kommen kann. Ich habe mit Ashtanga Yoga begonnen, weil ich von Yoga überhaupt keine Ahnung hatte und “dynamisch” hörte sich gut für mich an. Ich ließ mich von den anfänglichen Schwierigkeiten nicht schocken und hielt durch. Da ich dann aber meine Yogapraxis ausbauen wollte und Ashtanga- Yoga für mich als tägliche Praxis zu fordernd war, begann ich auch mit dem klassischen Hatha Yoga. So wechsele ich immer zwischen diesen beiden Stilen.
Ich denke auch, wer nur sportlich ist, sollte erstmal mit Hatha Yoga beginnen bevor man in Ashtanga Yoga einsteigt. Viele Asanas im Ashtanga Yoga sind im Hatha Yoga schon mindestens Mittelstufe und so ist es möglich, dass ein Anfänger schnell überfordert wird, besonders wenn nicht gerade sportlich und ein bisschen flexibel ist.
Mittlerweile stecke ich in einer Yogalehrerausbildung und bin erstaunt, wie wenig ich eigentlich über Yoga wusste bzw. weiß. Im Westen steht das Körperbetonte im Yoga stark im Mittelpunkt und so war ich dann ziemlich überrascht, wie facettenreich Yoga ist. Wenn man Yoga für sich entdeckt hat, ist es ein lebenslanger Weg des Lernens.
Ich hoffe, Dein Artikel bestärkt Nichtyogis mit dem Yoga anzufangen bzw. Anfänger am Ball bleiben, es lohnt sich.
OM Shanti
Om Tilo,
interessantes Feedback, Tilo. Danke dir.
Das interessante 1:10 Verhältnis von Yogi zu Yogini ermöglicht mir eine neuartige -bisher nicht gekannte- Situation in den Yoga-Stunden. Mittlerweile bin ich ja schon enttäuscht wenn ein zweiter Kerl mir meinen “Hahn im Korb”-Titel streitig machen will. Ich glaub das Thema ist ein separater Post wert.
Für die Formel 1-Variante ‘Ashtanga’ können sich wohl deutlich mehr Kerle begeistern, wie für “normales” Yoga. Das liegt definitiv daran, dass Ashtanga deutlich anspruchsvoller und wesentlich sportlicher ist. Die Körper von Ashtanga-Yogis zeigen das Ergebnis mit vergleichsweise athletischen Körpern, was wiederum eher den maskulinen, visuell orientierten Mann anspricht.
Im Prinzip bin ich nur in die Ashtanga-Falle getreten, weil mein Retreat mit dem Text “auch für Anfänger…” beworben wurde. Ein Opfer des Yoga-Marketing sozusagen
Viel Erfolg von deiner Yoga-Lehrer Ausbildung. Es ist bestimmt spannend mitzuverfolgen wie Deine Erfahrungen mit der Lehrer-Ausbildung sind.
Gruss, Ashtanga Mario
Hi Mario, zum Thema Männer und Yoga ein recht interessanter Artikel, falls Du ihn noch nicht kennst.
http://www.welt.de/lifestyle/article1662730/Warum_so_viele_Maenner_sich_verbiegen.html
OM Shanti
Zum Thema Yoga und Männer habe ich gerade bei Google News was gefunden:
)
Jim Carrey steht auf Yoga in der Sauna und liebt BIKRAM Yoga, weil es den Hintern seiner Freundin so schön geformt hat. Auch ein Grund Yoga zu machen
http://www.gala.de/stars/ticker/BSBS58757/Jim-Carrey-steht-auf-Bikram-Yoga.html
@Tilo: In dem Welt-Artikel steht, dass Männer gegen Potenzprobleme turnen. Solch einen Schwachsinn habe ich noch nie über Yoga gelesen. Sorry.
@Petri: Ich fühle mich von Deinem “sorry” angesprochen. Hört sich so an, als meintest Du, ich hätte den Artikel verfasst. Ich will nur sagen, ob Männer gegen Potenzprobleme Yoga praktizieren, weiß ich nicht, ich tue es jedenfalls nicht und ich kann mich Deiner Meinung nur anschließen, dass ich vorher auch nichts davon gehört habe. Wer weiß, wo Brenda Strohmaier das her hat? Vielleicht setzt sie Yoga mit Sport gleich und das Sport auch Männern mit Potenzproblemen helfen kann (wegen besserer Durchblutung z. B.) glaube ich schon.
OM Shanti
Hallo Silvio,
wahrscheinlich glaubt Jim Carry auch, dass viel Yoga automatisch Silikonbrüste wachsen lässt.
Es ist nicht einfach ein seriöses Bild vom Yoga (verformten) Hintern der guten Jenny McCarthy zu finden.
Eines habe ich via Google hier dann doch gefunden. Ich habe schon knackigere 36 jährige Yogahecks gesehen!
Hallo Petri und Tilo,
im Welt Artikel sind neben Potenz- und Erektionsstörungen in der Tat einige irrwitzige Zitate enthalten.
Z.B. werde ich neugierig auf das -mir bisher unbekannte- Institut für Yoga-Forschung aus Bad Boll. Unter deren Webseite stellte ich mir etwas fundiertere Informationen vor, wie nur die Bewerbung der Broschüre Yoga im Spiegel der Wissenschaft vom Mai 2001. Dafür kann aber der Artikel von Welt nichts.
Interessant ist, dass die Welt im September 2007 in diesem Artikel noch von ca. 5 Mio. Yoga-treibende spricht, im Februar 2008 in diesem Artikel nur noch von ca. 3 Mio. Deutschen Yogis. Was ist der Grund für einen derartig inflationären Yogi-Schwund?
Hi Mario, ich denke, weder die eine noch die andere Zahl ist richtig oder falsch, sie sind einfach nur ausgedacht oder aus irgendwelchen Statistiken. Ich sage, es sind 3.566.936 und kaum einer kann das Gegenteil beweisen, es sei denn, er geht nachzählen. Ich möchte nicht wissen, wie groß die Dunkelziffer der heimlich zu Hause Übenden ist im Gegensatz zu denen, die in Studios gehen.
Neulich war ich bei einem Seminar (der heutige Begriff ist Workshop, aber ich kann mich mit diesem Wort nicht anfreunden) für Fortgeschrittene. Dort war eine Frau dabei, die hat bisher Yoga nur mit Büchern gelernt und war dabei ziemlich gut. Sie hatte vorher nie eine Yogaschule von innen gesehen. Sie ist natürlich in meiner oben genannten Zahl enthalten.
Ich glaube schon, dass viele die mit Yoga beginnen, nicht unbedingt dabei bleiben oder eine sehr unregelmäßige Praxis haben. Sie werden nur dann an Yoga erinnert, wenn es irgendwo im Körper zwackt und zwickt. Insofern ist es schon möglich, wenn man die Zahlen immer aktuell betrachten würde, ziemliche Schwankungen gibt. Dies sehe ich in meiner Schule. Manchmal sind die Räume brechend voll und dann komme ich wieder in den Genuss einer Einzelstunde, weil niemand gekommen ist. Gerade in den Sommermonaten bricht die Zahl der aktiven Yoginis und Yogis erheblich ein, zumindest im Studio.
Om Shanti
Tilo
Hallo Tilo,
vermutlich führen die Krankenkassen eine zuverlässige Statistik, welche zwar nicht die absolute Zahl von Yogis wiedergibt, dafür aber gewisse Trends und Rückschlüsse erlauben würde. Vielleicht auch wie viele Männer Yoga (aus medizinischen Gründen) praktizieren.
Tatsächlich sprichst du mit “unregelmäßig Praxis” einen sehr interessanten Aspekt an.
Vermutlich lässt sich nämlich so eine Art ynamischer Yoga-Lebenszyklus darstellen. Gerade als Anfänger erfährst du -wie im Börsenkurs- ein Hoch und Tief nach dem Anderen, um schließlich auf hohem Niveau regelmäßig Yoga zu praktizieren oder es wieder ganz bleiben zu lassen. Jedenfalls ist das aktuell ein großes Thema bei mir.
Übrigens Wette ich, dass der (langfristige) Börsenkurs tatsächlich mit der Anzahl von Yoga-Praktizierenden korreliert, und zwar entgegengesetzt.